Gestern war ich mit einer guten Freundin essen und wir diskutierten so über die Arbeit und das man ja schon ganz schön viel zu meckern hat und es uns eigentlich mega gut geht und wir uns mal lieber nicht beschweren sollten. Soweit so offensichtlich. Allerdings bin ich der Meinung, dass Unzufriedenheit zu Verbesserungen führt. Wenn der Job nervt, wechseln. Wenn man sich fett fühlt, gesünder ernähren. Wenn man sich dumm fühlt, lernen. Und so weiter.
Allerdings gibt es auch immer Gedanken, die einen null weiterbringen, dieses: "Wenn ich nur xy hätte, dann wäre alles besser...". Auch ich habe solche Gedanken: Wenn ich nur ein bisschen grösser wäre, dann könnte ich alles tragen. Wenn ich nur besser tanzen könnte, dann würde mich der ein oder andere mehr mögen. Wenn ich dieses Paar Schuhe hätte, dann sähe ich so viel seriöser aus und würde dann auch ernster genommen werden.
Wenn ich differenziert drüber nachdenke, dann definiert mich nichts vom oben genannten. Wenn ich das alles hätte, dann wäre es was anderes was ich gerne hätte. Fragt man mich nach dem Sinn des Lebens, so ist es für mich das Streben nach Glück. Am Ende will ich glücklich gewesen sein. Und in 70 Jahren interessiert mich nicht mehr welches Paar Schuhe ich mit 30 hatte und es wird mein Leben kaum verändern, wenn ich 5 cm grösser wäre.
Ein arabisches Sprichwort sagt, dass der wachsen wird, der unzufrieden ist. Sich also etwas zu wünschen und erst zufrieden zu sein, wenn man es hat (also das mit den 5 cm grösser hab ich aufgegeben), ist eine Art von Motivation. Tiger Woods hat mal gesagt: "Ich messe mich nicht an meinen Erfolgen, sondern daran ob ich jedes Jahr besser werde." Man mag also von Woods halten was man will, da hat er schon recht.
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Mittwoch, 12. März 2014
Dienstag, 14. Januar 2014
No doubt... Leider nicht
Ich bin jetzt mal ganz ehrlich und geb zu, dass ich ab und an von Selbstzweifeln geplagt werde. Klar, nobody's perfect und ich kann mit meinen zahlreichen Schwächen mittlerweile ganz gut leben. Manchmal stoße ich jedoch an meine Selbstbewusstseinsgrenzen und zwar genau dann, wenn ich weiß das ich mehr kann als mir andere zutrauen oder ich auf unbegründete Ablehnung stoße. Während ich lange Zeit andere für fehlgeleitet halte, fange ich dennoch parallel an mich selbst zu hinterfragen. Klassiker sind: Vielleicht bin ich ja doch nicht so intelligent, gut, fähig,... wie ich dachte. Eigentlich liegen mein Selbstbild und das Fremdbild selten weit auseinander. Seit etwas über einem Jahr jedoch muss ich verdammt falsch liegen, was mich betrifft - auf allen Leveln...
Und da heute wieder so ein Tag war, an dem ich dachte: "Vielleicht überschätze ich mich ja wirklich maßlos und bin die Einzige, die ihre eigene Unfähigkeit nicht checkt". Versuche ich herauszufinden, ob es nicht doch etwas Positives gibt, dass man aus Selbstzweifeln ziehen kann. Ich hab schonmal Michael Jordan zitiert... " I have failed over and over again in my life and this is why I succeed". Der Satz ist ironischerweise seit gestern mein neues Coverfoto bei facebook... Ihn haben Misserfolge motiviert. Er wurde in der High School nur ins Junior Varsity Basketball Team gewählt, weil er zu klein war. http://sports.yahoo.com/blogs/nba-ball-dont-lie/michael-jordan-really-cut-high-school-team-215707476.html. Er nahm diese Erfahrung um besser zu werden. Er hat also die Fehleinschätzung anderer nicht in Selbstzweifel, sondern in Motivation umgemünzt. Er ist allerdings auch der beste Basketballer aller Zeiten. Aber vielleicht ist das trotzdem das Geheimnis des Erfolgs. Nur funktioniert diese "I show you..." - Menatlität halt nicht unbedingt im Job oder bei zwischenmenschliechen Beziehungen.
Lustigerweise gibt es aber auch den Fall, dass Menschen Glück oder Zufall für ihre Erfolge verantwortlich machen. http://de.lifestyle.yahoo.com/blogs/leben/unbegründete-selbstzweifel-das-impostor-phänomen-105043478.html . Das könnte mir nicht passieren :).
Gelegentliche Selbstzweifel sind gesund. Selbstverständlich fühl ich mich morgen, übermorgen oder nächste Woche wieder nur mißverstanden und lass die aktuellen Selbstzweifel hinter mir. Wahre Genies werden ja meistens mißverstanden, weil sie einfach ihrer Zeit voraus sind... Das red ich mir jetzt ein bis ich's glaube... 😄
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