Montag, 19. Januar 2015

Pilates

Im Rahmen meiner Physiotherapie wurde mir Pilates empfohlen. Ich muss gestehen, dass ich wenig von Sport halte, der irgendwie eine spirituelle Verbindung hat. Wobei ich bei Pilates falsch lag (Yoga, Pilates alles der selbe Hausfrauen-Quatsch). Gestern war es also soweit. Ich hatte mich überwunden in den Kurs zu gehen, allerdings hab ich vorher nochmal "richtigen" Sport gemacht. Joggen und Krafttraining.

Kaum begann der Kurs lag ich auch schon mit ca. 30 anderen Frauen und einem Herren auf Isomatten und wurde aufgefordert bewusst zu atmen. Sobald jemand von bewusstem Atmen redet, verlier ich die Lust. Viel zu anstrengend, sich darauf zu konzentrieren und ausserdem vermittelt mir sowas immer ein Gefühl zwischen Esotherik und Geburtsvorbereitungskurs (so stell ich mir das vor). Nicht mein Ding. Nun lag ich aber da rum und konnte ja nicht aufstehen und gehen, also versuchte ich zu atmen. Bewusst - was auch immer das heisst.

Nach ein, zwei Minuten Rumgeatme (gefühlt waren es vier Stunden), ging es zu den Kraftübungen. Skandalöserweise hab ich scheinbar doch eine zu schwache Rumpfmuskulatur und Pilates soll da super sein. Wir legten uns also auf eine Schaumstoffrolle. Durchmesser ca. 15 cm, Länge ca. 1 m. Die Wirbelsäule sollte auf der Rolle komplett aufliegen und wieder ging es um Atmen. Schnell erkannte ich eine Übung aus der Physio wieder und dann kamen die Muskelschmerzen. Selten sind Belastungen so hoch, dass sich meine Muskeln verkrampfen. Hier machten meine Bauchmuskeln irgendwann dicht... Wer das schonmal erlebt hat, weiss, das tut weh. Es ging also die ganze Zeit um Anspannen, Ausbalancieren und Atmen. Zu wenig Dynamik für meinen Geschmack.

Nach einer Stunde taten mir meine Bauchmuskeln so weh, dass ich gerne einfach auf der Isomatte liegen geblieben wäre. Es war kein Glücksgefühl nach dem Training. Es war nicht dieses: Verdammt, heute hab ich es mir mal so richtig gegeben, durchgeschwitzt mit schmerzenden Muskeln und Gelenken. Es war wie Ballett. Anstrengend, aber langweilig. 

Ich werd wohl wieder hingehen und mich der Tortur und Langeweile stellen. Immerhin hab ich heute Muskelkater. Beste Voraussetzungen für meine Physiotherapie in eineinhalb Stunden...  Und da Muskelkater ja ne gute Sache ist, scheint auch dieses Pilates-Zeugs was zu bringen...

Mittwoch, 14. Januar 2015

Room 4 thought

Am Montag war ich mal wieder in meinem Stamm-Tanzstudio tanzwerk101 und nach der Stunde sassen wir zusammen rum, als eine Freundin meinte: Wir müssen jetzt noch schnell ein Foto von uns machen. Nach anfänglicher Irritation waren wir ohne weitere Fragen zu stellen erstmal für das Foto zu haben.
Nach dem Foto (Selfie, aber ohne auf die vordere Kamera zu switchen), fragten wir dann doch warum, wieso, weshalb. Es stellt sich heraus, dass besagte Freundin eine ziemlich coole App heruntergeladen hatte. Sie heisst Room for thought und ist nichts anderes als eine App, die einen einmal am Tag zu einer völlig wahllosen Uhrzeit auffordert ein Foto zu machen. Also von sich selbst, von seiner Umgebung, was auch immer. Das Foto kann man jeden Tag nur einmal machen und man kann die Kamera wie gesagt nicht umdrehen um zu sehen wie man im Foto aussieht (wenn man ein Selfie macht).

Wir waren von der App begeistert und haben sie dann auch runtergeladen. So ist sichergestellt, dass ich dieses Jahr jeden Tag ein Foto machen und zwar von den unspektakulärsten Sachen, die es gibt und an die ich mich ohne die App vielleicht nicht erinnern würde :) Oder man wird spontan kreativ und versucht das Beste aus der Situation zu machen in der man sich gerade befindet.
Meine bisherigen Motive waren übrigens Warten in der Schlange beim Mittagessen und Home Office Chillen.

Und am Ende eines Jahres kann man sich sogar ein Fotoalbum mit all seinen Schnappschüssen zuschicken lassen.

Dienstag, 13. Januar 2015

Effizienz durch Nichtstun

Gestern schickte mir ein Kollege einen Artikel in dem es darum ging, dass man durch Nichtstun effizienter wird, weil der Körper sich erholt. Ich werde häufig angemotzt, weil mein Tag recht durchorganisiert ist und ich mich durch alle Aufgaben stresse. Was die wenigsten wissen ist, dass ich das tatsächlich nur so mache um 1. alles erledigt zu bekommen und 2. um dann wieder nichts tun zu können (bzw. Sachen an denen ich wirklich Spass habe).

Es ist also nicht direkt so, dass Nichtstun zu Effizienz bei mir führt, weil ich ausgeruhter bin oder weil ich gewisse Dinge einfach liegen lasse (mach ich zwar auch, aber bewusst und selten), sondern weil ich schnell mit blöden Sachen fertig werden will um dann wieder nichts zu tun. Ist vielleicht der Umkehrschluss aus dem Artikel, aber trotzdem mal eine valide Basis um meine Motivation zu erklären.

Was aber auch stimmt ist, dass Nichtstun nicht gleich Nichtstun ist. Ich kann nur sehr selten wirklich nichts aktiv denken. Selbst wenn ich im Sommer auf der liege liege, dann guck ich mir die Wolken an und überlege wie sie aussehen. Das ist aber wohl ziemlich normal, denn mittlerweile ist das menschliche Gehirn so sehr darauf trainiert Reize zu verarbeiten, dass aus Ausbleiben von Reizen zu Stress führen kann...

Manchmal zweifel ich an der Theorie, immer wenn ich Privatfernsehen nachmittags gucke zum Beispiel...

Montag, 5. Januar 2015

Ein neues Jahr und alles wird besser?!?!

Happy New Year...

Wenn ich mich so umgucke auf der Arbeit, dann ist auf einmal der Optimismus ausgebrochen. Alles wird besser dieses Jahr. Mein 2015 war bisher kein Erfolg sondern eher ziemlich Kacke. Die Probleme sind die selben wie 2014 und ich hab genauso wenig Lösungsansätze wie vor einer Woche. Also ist bisher nichts besser oder schlechter und auch nichts anders.

Wieso aber haben Menschen irgendwie doch die Hoffnung, dass tatsächlich ein neues Jahr ein Neustart bedeutet? Zum einen sind da die bereits mehrfach diskutierten Vorsätze, die man fasst. Würde ich Vorsätze haben und durchziehen, wäre ich Anfang 2016 weit weg von hier. Leider weiss ich auch, dass "woanders sein" auch nicht unbedingt die Lösung ist. Wie mein Vater immer sagt: Menschen, die es dir schwer machen, die dir schaden wollen oder die neidisch sind, gibt es überall.

Selbstverständlich haben Psychologen auch hier Forschung betrieben und können mir sagen warum alle auf einmal so positiv in die Zukunft blicken: Gute Vorsätze schaffen Optimismus, denn man fühlt sich als hätte man sein Leben unter Kontrolle. Und nur das Gefühl zu haben, dass man Kontrolle hat, macht einen schon happy...

Zudem ist der Mensch Optimist. Optimistische Menschen sind aktiver, denn sie glauben, dass ihr Tun einen Impact hat und sie etwas bewegen können. Erfolge werden auf eigenes Können zurückgeführt, Misserfolge sind die anderen Schuld oder halt die Gegebenheiten.

Na dann hoffe ich mal, dass alle anderen Recht haben und 2015 ganz ganz toll wird. Ich verbleibe skeptisch und guck mir das alles in Ruhe an...

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Montag, 22. Dezember 2014

Und Schwups... wieder Weihnachten

Übermorgen ist es soweit. Es weihnachtet. Ich hatte mein Weihnachtsshopping schon am 03. Dezember abgeschlossen und einen grossen Teil der Geschenke auch schon verteilt, der Rest wird dann übermorgen verteilt oder halt wenn ich wieder aus Düsseldorf zurück bin.

Interessanterweise ist mein Umfeld aber überhaupt nicht in Weihnachtsstimmung. Heute sassen wir im Büro und dachten uns: Übermorgen schon. Fühlt sich nicht so an. Die Temperaturen sind frühlingshaft, die Sonne scheint auch endlich mal wieder - von Weihnachten keine Spur. Vielleicht liegt es auch daran, dass man im September schon mit Weihnachtszeugs in Supermärkten belästigt wird. Die Weihnachtswerbespot laufen ab Anfang November im TV und die Weihnachtsdeko geht bei den ersten auch schon Mitte November an. Ich kann da nur sagen: Bäh - nervt immer noch.

Lustigerweise sehen das 47%  der Bundesbevölkerung genauso wie ich. Sie finden auch, dass Weihnachten nicht so viel Spass macht, wenn man schon im September damit konfrontiert wird. Besser ist das echt in den USA. Dort ging es nach Thanksgiving (am Black Friday) mit dem Weihnachtsgeschäft los. Vorher gab's weder Deko noch irgendetwas anderes.

Übrigens meinen Meinungsforscher, dass der Verbraucher das frühe Weihnachtsgeschäft will... Ja, whatever!

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Google Search 2014

Bei gestrigen Surfen durch das Internet bin ich folgende lustige Seite gelangt:
http://www.google.com/trends/topcharts?hl=en#date=2014&geo

Google war so freundlich und hat nach Ländern und global die Suchtrends zu identifizieren. Besonders unterhaltsam ist die US Auswertung.

Für die Schweiz gibt's natürlich auch eine Auswertung, die aber irgendwie ein merkwürdiges Bild der Schweizer abgibt... Aufgeführt sind Dörfer und Uhren.

Wir Deutschen sind dafür absolut verlässlich. Der am meisten gesuchte Begriff 2014 war die WM 2014 und vor allem der höchste Weltmeisterschaftssieg als wir 5:0 gegen die armen Brasilianer vorne lagen.

Also wer sich in der Vorweihnachtszeit langweilt, der kann sich mit lustigen google-Auswertungen die Zeit vertreiben...