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Freitag, 23. Mai 2014

Jahrestag Squash-i-lious ♥

Heute ist ein ganz besonderer Tag, denn Nicole und ich haben Squashjahrestag. Heute vor einem Jahr waren wir zum ersten Mal zusammen Squashen. Ich würde sagen, dass sich mein Squashspiel seit dem absolut nicht verbessert hat und ich auch beim heutigen Spiel eher abkacken werde, denn mein Körper fühlt sich müde an (gestern beim Training: Knie bandagiert, Nackenschmerzen und dreimal mit dem linken Fuss umgeknickt). Aber unsere Anti-Aggressionstherapie läuft weiterhin gut und es ist auch immer ein guter Zeitpunkt um die wichtigen Dinge des Lebens zu diskutieren. Wir denken manchmal, dass eine erfolgreiche RTL 2 Vorabendserie mit unserem bunten Potpourri an Themen herauskommen könnte.

Der Ball heisst bei uns weiterhin Hombre und ist uns treu. Wir haben schon lange keinen Ball mehr verloren und ich hoffe, dass es dabei bleibt. Hombre gibt es in verschiedenen Ausprägungen. Nicole und ich spielen mit der Anfängervariante. Das heisst, dass der Gummiball schneller heiss wird und auch besser springt. Ich spiel ab und zu mit dem Gedanken mal mit nem Flummi zu squashen, allerdings könnte das in Verletzungen enden. Es gibt sieben Kategorien  von Squashbällen. Wir planen jetzt auf die nächstschwierigere Stufe umzusteigen (man muss sich ja weiterentwickeln - wenn schon nicht technisch, dann zumindest bällisch).

Das Gummi des Balls muss heiss werden um ihn zum springen zu bringen. Ein kalter Squashball, der nicht unbedingt der komplette Anfängerball ist, bleibt nämlich einfach liegen und hüpft nicht (das war meine allererste, verstörende Erfahrung auf dem Squashplatz).

Wir werden heute also ganz besonders unser Bestes geben und danach irgendwo was leckeres essen gehen.

Mittwoch, 29. Januar 2014

Die positive Wirkung von Squash

Gestern war Dienstag und Dienstag ist bei Nicole und mir Squashtag. Wie schon in einem früheren Post erwähnt, nutzen Nicole und ich das Squashen zum Frust- und Aggressionsabbau. Die richtige Technik ist uns dabei total egal, wir wollen auf Hombre einschlagen. Auch gestern war das Frustlevel wieder etwas höher als sonst und deshalb das Spiel recht anstrengend. Nachdem wir anfangs noch über das ein oder andere merkwürdige Thema diskutiert haben, meinte Nicole auf einmal: "Ich wette Squash ist voll gutes Augentraining". Für diejenigen, die noch nie gesquashed haben: Die meist durch Leuchtstoffröhren beleuchtete Halle hat weiße Wände und rote Wand- und Bodenmarkierungen. Der Ball ist klein und schwarz. Ich tu mich teilweise auch recht schwer damit den Ball zu sehen, zum Glück hält sich unsere Geschwindigkeit in Grenzen. Nicole und ich haben unterschiedliche Techniken beim Spiel den Ball im Auge zu behalten. Ich beobachte den Ball und Nicole, Nicole jedoch nur den Ball. Sie hat ihr "blindes" Vertrauen in meine Schläge schon häufiger mit einem Streifschuss bezahlen müssen. Sie wurde aber nie verletzt.

Tatsächlich werden bei allen Ballsportarten die Augen stark gefordert, passt man mal nicht auf, bekommt man recht fix nen Ball an den Kopf oder sonst wo hin. Je nach Sportart sind unterschiedliche Sehfähigkeiten notwendig. Beim Golf muss man zum Beispiel die Entfernung richtig abschätzen können. Bei Basketball ist peripheres Sehen gefragt. Beim Squash, Tennis oder Badminton müssen die Hand-Auge-Koordination und die Augenmotorik gut sein. Auch das Sehen im Raum ist wichtig.

Profisportler trainieren ihr Augen häufig bewusst im sich Vorteile in ihrer Sportart zu verschaffen. Nicole und ich nutzen den Sport selbst aber weiterhin als Ausgleich zu unserem sonst so drögen Computeralltag.

Übrigens leben Nicole und ich jeden Dienstag extrem gefährlich. Verletzungen beim Squash sind häufig. Den Ball ins Auge zu bekommen ist bestimmt nicht sehr angenehm und Brillenträger sollten vielleicht auf Kontaktlinsen umsteigen, sonst ist das ganze Augentraining umsonst gewesen.

Mittwoch, 13. November 2013

Nicole, Hombre & ich

Einmal die Woche gehen Nicole und ich zum Squash oder wie es in unserer Welt heißt: Aggressionsbewältigung für Finance Mitarbeiter. Angefangen haben wir Anfang des Jahres. Wenn wir ganz ehrlich sind haben wir beide keinen Plan von: erstens den Regeln, zweitens der Technik und drittens wie man Punkte zählt. Ich greife auf meine sechs Jahre Tenniserfahrung aus Kindertagen zurück und wahrscheinlich sieht es bei uns beiden nach Tennis aus. Ziel dieser 45 Minuten auf dem Platz ist es möglichst alle Frustration und Aggression auf den Ball – wir nennen ihn Hombre – zu projizieren. Hombre hat seinen Namen bekommen, weil Nicoles Squashbälle aus Spanien importiert sind. Und wir irgendwann in einer unserer Sessions meinten, das Hombre schon ganz heiß ist (Squashbälle werden durch Benutzung warm). Wir fanden es lustig.
Da wir keine Ahnung haben und beide zu faul zum googeln sind und es ohne Regeln eh mehr Spaß macht, haben wir unsere eigene kleine Anti-Aggressionswelt geschaffen. Der Schläger heißt seit gestern guitarra (Nicoles Schöpfung). Leider neige ich dazu, den Ball in die Netze an den Seiten zu spielen und so haben wir schon den einen oder anderen Hombre verloren. Die Region um die Netze/ Lampen und Lüftungsschächte ist dementsprechend die „Danger Zone“. Nicole wiederum hämmert so auf Hombre ein, dass er über das Plexiglas am Court Ende fliegt und im „Nirvana“ verschwindet. Das passiert zwischen zwei und vier Mal pro Session. Bisher wurde noch niemand verletzt.

Unser Spielablauf ist immer gleich. Anfangs spielen wir uns locker warm, dann kommt nach ca. 10 bis 15 Minuten die Phase in der wir in den „Concentration“-Modus wechseln oder wie er früher hieß (Okay, ab jetzt den Ball max. einmal auftitschen lassen und jedem Ball hinterher rennen). Immer wenn eine von uns beiden Concentration sagt, spielen wir unter Garantie die nächsten paar Ballwechsel totalen Scheiß zusammen, haben aber jede Menge Spaß dabei. Nebenbei Quatschen wir natürlich über alles Mögliche und ab und an lästern wir über die Leute, die da sonst noch so Squash spielen (wir können es vielleicht nicht besser, aber bei uns sieht’s nach mehr Spaß aus).
Selbstverständlich kommt es vor, dass wir uns selbst schlagen. Bisher haben wir uns noch nicht gegenseitig den Schläger an den Kopf geschlagen, aber ich hatte schon blaue Flecken an Armen und Beinen.
Irgendwann werden wir vielleicht mal einen Kurs machen und unsere Tennistechnik auf Squash umstellen und dann vielleicht auch die Squashregeln lernen. Nicole, ich hab kurz reingeguckt: Ich muss mich echt auf den Boden werfen um dir den Weg frei zu machen. Nächste Woche dann…

Squash ist übrigens eine britische Erfindung (Mitte des 19. Jahrhunderts) und fand erst in den Staaten des Commonwealth Verbreitung. In Deutschland gab es die erste Squashanlage in den 1930ern. Richtig beliebt wurde der Sport erst in den 80ern. Die Zahlen der aktiven Spieler sind seit ca. 2005 rückläufig.


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