Montag, 10. Februar 2014

Olympia - die offensichtliche Wahl

Ein Post zu Olympia darf ja ganz offensichtlich nicht fehlen. Die Winter-Olympiade ist für mich nur bedingt interessant. Ich schalt mal rein, aber es ist nicht das gleiche Gefühl wie im Sommer. Erklärbar ist das wie folgt: Als Kind habe ich aktiv Fußball gespielt (aber nur eine Saison), geturnt (auch nur kurz), aber lange geschwommen, Leichtathletik gemacht und Tennis und Basketball gespielt. Cheerleading, Judo und Tanzen waren dann auch sportliche Zwischenstopps. Schwimmen, Leichtathletik und Tennis waren mit Wettkämpfen und Turnieren verbunden und mit viel Training. Bei der Leichtathletik (LA)-WM häng ich ununterbrochen vor der Glotze. Man kann sagen, dass das wettkampfmäßig meine Hauptsportart war. Drei- bzw. Fünfkampf, 800 m und Staffeln waren meine Disziplinen.

Olympia ist also immer was ganz besonderes. Eine Woche Schwimmwettkämpfe und eine Woche LA. Ich bin immer nervös und angespannt, besonders bei den Sprintdisziplinen und ich lehn mich nicht entspannt zurück und langweil mich. Meine Unterstützung geht übrigens meist an die USA und Deutschland, im Sprint allerdings an den- und diejenige mit ser schönsten Technik. Sprinten ist Ästhetik. 
Ich bin in einem Olympia-Jahr geboren. 1984 war die Olympiade in Los Angeles. 

Meine Mutter war großer Eiskunstlauf-Fan und deshalb guckten wir als sportbegeisterte Familie auch immer die Winter Games. 

Jetzt haben sie gerade die Veranstaltungszeiten der Winterolympiade bei ARD gezeigt und es fiel mir wieder auf, das früher Winter- und Sommer-Olympiade im selben Jahr waren. Wann und warum wurde das umgelegt?

Die Änderung kam 1992 nach Albertville. Die nächsten Winter-Spiele waren dann 1994 in Lillehammer. Die Sommer-Spiele wurden weiterhin im selben vier Jahres Rhythmus ausgetragen. Die Änderung der olympischen Charta wurde am 17.Oktober 1986 vom IOC beschlossen. Grund für die Änderung war - wie so häufig - die finanzielle Belastung. Genauer haben sich amerikanische TV Gesellschaften beschwert zweimal im Jahr die hohen Ausgaben für Übertragungsrechte zu haben und da gerade die Amis sehr Olympia verrückt sind und Europa bestimmt auch nicht unglücklich über die Änderung war, wurde auf die Bedürfnisse der Medien Rücksicht genommen.

Freitag, 7. Februar 2014

Pizzzzzaaaaaaaaa

Nachdem ich ja schon über mein Lieblingsgetränk (Cola) einen Post geschrieben hab, folgt jetzt ein Post über Pizza - mein Lieblingsessen.

Ich kann mich nicht mehr an meine erste Pizza erinnern, aber sie hat mich schon so oft vorm Verhungern gerettet. Während ich früher auch gerne eine TK-Pizza gegessen habe, bevorzuge ich heute definitiv eine vom Italiener direkt. In Düsseldorf kann ich Pizzaria Milano oder Pizzaria Da Enzo, in Zürich Franco's Pizza empfehlen.

Woher das Wort Pizza kommt ist nicht abschließend geklärt. Pizza und Flammkuchen sind verwandt. Die ersten Erwähnungen gab es bereit 1000 bis 800 v. Chr. und beide sind nicht einer bestimmten zurechenbar. Pizza ohne Käse gibt es seit Mitte des 18. Jahrhunderts in Italien, Pizza in ihrer heutigen Form wurde das erste Mal am 11. Juni 1889 in Neapel produziert. Am 11. Juni haben auch zwei meiner besten Freundinnen Geburtstag (Bea und Marta), ist noch nett, dass die beiden mit meinem Lieblingsessen zusammen Geburtstag feiern. Durch italienische Auswanderer wurde die Pizza auch außerhalb von Italien populär, allerdings dauerte das bis nach dem 2. Weltkrieg.

In den USA kann Pizza sogar zu Rivalitäten zwischen Städten führen wie dieses Video beweist: http://www.thedailyshow.com/watch/wed-november-13-2013/tower-record

Meine Lieblingspizza ist übrigens Margarita mit Extra-Käse, gefolgt von Pizza Caprese und Pizza Rucola. Ananas hat meiner Meinung nach nichts auf einer Pizza zu suchen, aber wem's gefällt.

Ich habe gerade eine Mozzarella-TK-Pizza gegessen. War ganz okay.

Donnerstag, 6. Februar 2014

Das Problem mit der Wahrheit

Jeder Mensch lügt. Wie häufig, dass ist nicht wirklich klar. Ich hab heute erst mit einer Person gesprochen und dabei ging es nicht um mich, meine Arbeit oder sonst irgendwas, sondern um meine Einschätzung der Dinge und da bin ich recht schonungslos ehrlich.

Psychologen sagen, dass Menschen, die beeindrucken wollen, ganz besonders häufig lügen. Ich frag mich immer, ob es sinnvoll ist so zu tun als würde man etwas können um dann damit konfrontiert werden und zu versagen. Das wäre mir ziemlich unangenehm. Vielleicht gehöre ich zu den Leuten, die das was sie können übertrieben darstellen und da ist dann die Lüge. Männer neigen übrigens mehr zu solchen Unwahrheiten als Frauen. Wir Frauen sind halt grundsätzlich eher bescheiden - liegt angeblich an der Erziehung.

Laut dem Artikel oben nimmt das Lügen gesellschaftlich zu. Grund dafür sei Zeitmangel und die Vermeidung von Komplikationen. Persönlich ziehe ich es vor die hässliche Wahrheit direkt zu erfahren, als lange verarscht zu werden, allerdings kann ich schon nachvollziehen, dass die ein oder andere Wahrheit so sehr verletzen kann, dass man nicht weiss wie man es sagen soll.

Tragisch ist es, wenn man weiss, dass man belogen wird, aber nichts dagegen machen kann und erst wenn es vorbei ist, den Beweis für die Lüge erbringen kann, aber dann ist es wie gesagt zu spät und das Richtigstellen meist mit viel Arbeit verbunden.

Übrigens ist der Mensch genetisch so gepolt anderen erstmal das Vertrauen zu schenken (dem einen mehr, dem anderen weniger). Vertrauen ist wichtig, weil sonst keine Transaktionen mehr zustande kommen würden, keine Beziehung mehr eingegangen werden würde und die Menschheit irgendwann vielleicht aussterben würde. Der Mensch will belogen werden

Ich persönlich behalte mir meine grundsätzliche Skepsis bei, denn meistens lieg ich richtig mit meinem Gefühl, ob man mir wohl gesonnen ist oder mir schaden will. Und Lebenserfahrung erhöht meine Trefferquote - und die ist höher als beim Laser Tag.

Mittwoch, 5. Februar 2014

Das Streben nach Verbesserung

Als Jugendliche habe ich einmal eine Hausarbeit über eine Person schreiben müssen, die mich inspiriert. Ich wählte damals Martin Luther King Jr., denn er hat sich für Gerechtigkeit und Gleichberechtigung eingesetzt und das friedlich. Bis heute bringt mich Ungerechtigkeit an meine Toleranzgrenze. Sowohl soziale Ungerechtigkeit (klar sollten z.B. Krankenschwestern mehr verdienen als z.B. ein Buchhalter oder ich) als auch Ungerechtigkeit auf einer persönlichen Ebene in meinem direkten Umfeld nerven. Schuld ist einmal mehr mein grenzenloser Idealismus und dann kann ich meine Klappe nicht halten. Das sorgt natürlich dafür, dass es schwierig ist.

Von King und Rosa Parks (gestern wäre übrigens ihr 101. Geburtstag gewesen) habe ich gelernt, dass man ansprechen muss, wenn etwas Ungerechtes passiert, egal ob man selbst betroffen ist oder andere. Sie haben mir auch beigebracht, dass eine Person einen Unterschied machen kann und eine ganze Bewegung für das Richtige auslösen kann (s. Rosa Parks). Daran glaube ich. Schon die Ärzte sangen: "Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist wie sie ist. Es ist nur deine Schuld, wenn sie so bleibt."

Mein Vater meint, dass man mich nach drei Tagen als Bundeskanzlerin erschießen würde, weil ich wahrscheinlich zu vielen und vor allem den falschen Menschen vor den Kopf stoßen würde. Ich glaub das mittlerweile auch... Wobei ich wahrscheinlich gar nicht so weit kommen würde, weil ich Macht nur respektiere, wenn sie mit Souveränität gepaart ist und nicht allein der Macht wegen.
Tatsächlich ist die Welt kein sehr fairer Ort, aber man darf nicht vergessen, dass die Welt mal sehr viel unfairer war und Dank Menschen wie Ghandi, Mandela, King oder Parks, die teilweise ihr Leben oder ihre Freiheit gegeben haben um die Welt zu verbessern und für das Einzustehen an das sie glaubten, ist es jetzt nicht mehr ganz so schlimm wie früher.

Was ich eigentlich sagen will ist, dass man sich immer wehren sollte, wenn etwas Unfaires passiert und das jeder jeden Tag dazu beitragen kann, dass es ein bisschen weniger Kacke hier ist.

Wer Inspiration braucht:

http://www.youtube.com/watch?v=nwAYpLVyeFU

Dienstag, 4. Februar 2014

Laser Tag


Letzte Woche Freitag waren wir alle zusammen Laser Tag spielen. Laser Tag, für alle die genauso wenig Ahnung haben wie ich bis letzten Freitag, wird in einer abgedunkelten "Arena" gespielt. Sie ist sehr verwinkelt und nur durch Laser und Schwarzlicht beleuchtet. Hinzu kommt noch Nebel. Die Weste, die man anzieht, leuchtet vorne, hinten und auf den Schultern, dort kann man getroffen werden. Es gibt verschiedene Spielarten. Wir haben in zwei Teams gespielt, hatten aber auch eine individuelle Rangliste.

Der erste Laser Tag Laden eröffnete 1984 (ein gutes Jahr) in Dallas, TX. Die Waffe, auch Phaser genannt, bündelt einen Infrarot-Strahl. Man kann entweder so wie wir spielen oder eine Person schützen oder aber eine Flagge verteidigen.  Selbst im Militär wird mit Laser Tag zu Trainingszwecken verwendet.

Ich persönlich hatte sehr viel Spaß und kann es echt nur als Teamevent empfehlen, denn jeder kann mitmachen und man kann selbst bestimmen wie sehr man sich anstrengen will. Anbei noch ein Bild von uns. Sehen wir nicht professionell aus?


Wie sich herausgestellt hat, bin ich übrigens ziemlich "tödlich" ;-). 

Montag, 3. Februar 2014

Super Bowl - Football's coming home

Nachdem wir ja schon über den Half-Time Flush philosophiert haben, war es gestern/heute wieder soweit. Es war Super Bowl Sunday. Meinen ersten Super Bowl hab ich bei meiner Gastschwester Faye mit dem Rest der Familie gesehen. Mein Gastbrüder Tate und Aaron machten sich über meine neuen Turnschuhe (ganz blau von FUBU - es war das Jahr 2001) lustig, wir aßen kiloweise Nachos mit Käse und meine andere Gastschwester Renae kämpfte mit Kopfschmerzen, weil wir am Abend vorher feiern waren. Die Baltimore Ravens (34) siegten über die NY Giants (7).
Danach sah die Tradition vor, dass ich jedes Jahr den Super Bowl angefangen haben zu gucken, dann aber nach der ersten Halbzeit ins Bett bin, weil ich arbeiten musste - in der ersten Halbzeit passiert ja eher weniger. Jedes Jahr war die zweite Halbzeit dann eine echt spannende Sache und ich hab's nur lesen können und von Kollegen gehört. Dieses Jahr hatte ich von Anfang an den Plan gefasst vorm Fernseher zu sitzen und bis morgens um halb 5 durchzuhalten. In den 90ern  hab ich ja auch jedes Playoff Spiel meiner geliebten Chicago Bulls gesehen und bin am nächsten Tag in die Schule - meine Eltern waren gar nicht happy, wenn ich um 6 Uhr morgens wach war und begeistert vom Spiel berichtete.

American Football ist eine Mischung aus Rugby und Fußball. Es wurde im 19. Jahrhundert zunächst nur in den Ivy League Colleges der Ostküste gespielt, bis 1912 die National Football League gegründet und Football somit zu einer professionellen Sportart wurde.

Ziel des Spiels ist es den Football durch Raumgewinn in die Endzone des Gegners zu bekommen (Touchdown), ist dies geschafft, so erhält das Team 6 Punkte und den Versuch ein Field Goal zu erzielen (1 Punkt). Wird stattdessen ein weiterer Touchdown Pass gemacht, dann bekommt die punktende Mannschaft zwei Punkte. Ein reines Field Goal ohne vorhergegangenen Touchdown bringt drei Punkte. Es ist ein sehr taktisches Spiel und erfordert von den Spielern Kraft und/ oder Schnelligkeit und die Fähigkeit sich Spielzüge merken zu können (das ist gar nicht so einfach).

In die Kritik geraten ist der Sport durch die vielen gesundheitlichen Schäden, die hervorgerufen werden können. Spätfolgen der Kopfverletzungen wurden unterschätzt.

Jetzt noch ein paar echt gute Filmtipps von mir zum Thema Football: Varsity Blues ist eher ein Highschool Drama, aber als der Film raus kam, war ich halt noch in der Schule...
Any given sunday ist ein super Film. Definitiv auf der Liste meiner All-Time-Favs. Spielt in Miami, hat ein paar echte Stars im Line up und nen superguten Soundtrack. Kam im selben Jahr raus wie Varisty Blue (ich werd alt).
The Blind Side ist eine wahre Geschichte. Auch einer meiner absoluten Lieblingsfilme, weil es für mich Vorbildfunktion hat. Football ist zentral, aber eigentlich geht es darum das Richtige, Menschliche zu tun.
Remember the Titans ist ein Disney Film, der auch auf einer wahren Geschichte beruht. 7

Mir ist es übrigens egal wer gewinnt. Ich hab zu beiden Städten keine richtige Verbindung...

Sonntag, 2. Februar 2014

Weekend Edition: Groundhog Day

Heute, wie jeden 2. Februar, ist Groundhog Day. Bekannt in Europa vor allem durch den Film "...Und täglich grüßt das Murmeltier". Der Groundhog Day basiert ursprünglich auf deutschen Bauernregeln (Wer hat's erfunden?!?! Die Deutschen) und wurde das erste Mal 1841 in einem Tagebucheintrag erwähnt. Traditionell gibt es den Groundhog Day in  Punxsutawney, PA, seit 1886 und wurde ab 1887 zu einem Event (das waren dann wohl die anderen Einwanderer, die die Idee hatten). Wenn das Murmeltier aus Punxsutawey- er heißt Phil - seinen Schatten sieht, dann bleibt der Winter für weitere sechs Wochen. Auf dem Bild ist es zwar schon dunkel, aber scheinbar wurde entschieden, dass Phil seinen Schatten gesehen hat. Das heißt also, das der Frühling noch auf sich warten lässt.

In den letzten 20 Jahren lagen die Prognosen der Murmeltiere zu 59% richtig. Ich hoffe, dass Phil sich dieses Mal getäuscht hat. Ich kann auch gut ohne Winter überlege aber, ob ich mir nicht so ein süßes, flauschiges Murmeltier zulege. :-) ♥