Freitag, 30. Mai 2014

Vatertag

Gestern war - wie jedes Jahr an Himmelfahrt - Vatertag und während ich den weltbesten Vater (nämlich meinen) telefonisch kontaktiert und ihm alles Gute gewünscht habe, fragte ich mich: Wo kommt das mit dem Vatertag eigentlich her? Und während der Vatertag bei uns zu Hause alkoholfrei war, ist es heute ein Tag an dem Männer (egal ob Vater oder nicht), Männer sind und das tun, was Männer scheinbar so tun - nämlich Saufen und sich asozial benehmen (ja, denkt mal drüber nach).

Seit Ende des 19. Jahrhunderts wird Vatertag genutzt um die Jungs in männliche Sitten einzuweihen. Als Frau sieht es also so aus, dass das Wichtigste was einen Mann ausmacht, der Alkoholkonsum ist und sich vielleicht noch wie ein Vollidiot benehmen, wenn ein gewisser Pegel erreicht ist. Und während ich Männern diesen "Spass" gar nicht madig machen will, so sieht es für uns Frauen doch so aus, als wärt ihr ein Haufen Primitivlinge (und ihr wundert euch, dass uns manchmal der Respekt fehlt ;-))

Eine weit verbreitete Nebenerscheinung von Vatertag und Alkohol ist übrigens die überproportional hohe Zahl von Schlägereien. Gleiches gilt für Autounfälle.

Wer genau den Tag ins Leben gerufen hat, ist leider nicht überliefert. In meiner Vorstellung war es aber so, dass sich ein Haufen Männer irgendwann auf nem Dorfplatz versammelt haben, sich wie die Vollspacken benommen haben und ihren Frauen, die sich mega fremdgeschämt haben, nachher erklärt haben, dass das so sein müsse. Sie wäre ja immerhin Männer.

Ich hoffe alle Vatertagspartizipanten hatten heute viel Spass mit ihrem Kater.

Mittwoch, 28. Mai 2014

Die deutsche Sprache

Eben gerade suchte ich ein Wort in Englisch. Also ich wusste das Wort, ich war mir nur hinsichtlich Rechtschreibung unsicher. Der Kommentar von mir dazu triggerte eine Diskussion mit meinen Kollegen zum Thema Grammatik und Deutsch. Ich korrigiere meine Mitmenschen zwar nicht, wenn sie Fehler machen, aber zumindest schriftlich muss man schon die Unterschiede der vier Fälle beherrschen und die Rechtschreibung sollte auch nicht zu katastrophal sein (Tippfehler ausgenommen - shit happens).

Deutsch wie wir es heute kennen, läuft unter der Kategorie Neuhochdeutsch (seit 1650) und stammt in seiner ursprünglichen Form vom Indogermanischen ab. Rechtschreibregeln gibt es erst seit 1880 und sie sind Konrad Duden zu verdanken. Reformiert wurde die deutsche Rechtschreibung (sehr zu meiner Freude) 1996 mit einer Übergangsfrist bis 2005. Ich hab mein Abi also noch freestylen dürfen, denn es herrschte Verwirrung (die bis heute bei mir geblieben ist) und keiner wusste wie es geht. Am meisten gelitten hat meine Zeichen-, genauer Kommasetzung. Durch alte und neue Rechtschreibung (,die auch die Grammatik veränderte) und dem US-Aufenthalt, weiss ich heute eigentlich nichts mehr und mach's nach Gefühl und da liegt ich dann meistens gefühlsmäßig daneben (wie auch sonst manchmal :)).

Führende Sprachwissenschaftler und somit Vorreiter des Neuhochdeutschs und dessen grammatikalischen Regeln waren tatsächlich die Brüder Grimm Anfang des 19. Jahrhunderts.

Und während auch mein Deutsch nicht immer perfekt ist, so kann ich es kaum ertragen, wenn ich Menschen im Fernsehen sehe, die wahnsinnig viele Fehler machen wenn sie sprechen oder wenn ich Texte lese, die voller Rechtschreibfehler sind. Ich denke dann immer: Wir waren mal das Land der Dichter und Denker und heute bekommen Leute wie die Geissens mit ihrem Asi-Kölsch einen Sendeplatz auf RTL2 (und die anderen Sender sind da im Mittagsprogramm auch nicht besser). Vielleicht wäre es sinnvoll nicht ein Who-is-Who der Bildungsunterschicht im Fernsehen zu zeigen ("Isch geh harzen, ey." oder "Treffen wir uns sechs Bahnhof"), sondern lieber echte Vorbilder. Es muss ja irgendwo auch Menschen geben, die der deutschen Sprache noch mächtig sind, Vorbildfunktion haben und trotzdem unterhaltsam sind... Ich geb's zu, mir fällt gerade niemand ein, aber es gibt bestimmt jemanden.





Dienstag, 27. Mai 2014

Warum Frösche quaken???

Heute nacht bin ich mal wieder aufgewacht und war zum Glück nur kurz wach. Das gab mir Zeit festzustellen, dass Miami gegen Indiana im Eastern Conference Final mit 20 Punkten im letzten Quarter vorne lag und ich hörte wieder mal die Vögel zwitschern (Es war 4:35 Uhr). Neben den Vögeln machten aber auch die Frösche Terror. Die Frösche wohnen nicht direkt bei mir vor der Tür. Umso erschreckender ist deren Lautstärke. Ich hör sie morgens auf dem Weg zur Arbeit, wenn ich am Tümpel vorbei gehe und keine Musik höre und abends beim Skaten oder joggen auch. Ich hab das Gefühl sie Quaken ständig.

Ähnlich wie bei den Vögeln, geht es beim quakenden Frosch vor allem um das Männchen, das dem Weibchen signalisiert, dass es bereit zur Paarung ist. Das Weibchen folgt dem Ruf und findet so ihren Froschprinzen (ja, das musste jetzt sein) ♥.

Einige Frosch- und Krötenarten quaken auch um die anderen darauf aufmerksam zu machen, dass sie bei der Wanderung auf Wasser gestossen sind.

Wenn es schlecht läuft, dann wird mein Froschteich in eine Schule umgebaut - ohne Frösche und ohne nächtliches Konzert. Und es hat auch noch kein Frosch zu mir gesagt: "Ich bin ein verwunschener Prinz" (was ich auch voll nicht glauben würde). Ich könnte dennoch auf die Schule und eine weitere Baustelle sehr gut verzichten.

Miami hat übrigens das 4. Spiel mit 12 Punkten Vorsprung gewonnen und führt in der "Best of Seven"-Serien jetzt 3-1. Möglicher Gegner im Final (und ich hoffe jetzt mal, dass Miami es im nächsten Spiel klar macht), könnten die San Antonio Spurs sein. Goooooo Heat.

Montag, 26. Mai 2014

Schokolade macht glücklich

Heute ist so ein Tag an dem ich, wenn oben stehende Regel wirklich gilt, meine Ernährung auf Schokolade umstellen sollte. Ich bin müde und es gibt ein paar Sachen, die mir heute auf den Keks gehen. Und zwar ganz gewaltig.

Schokolade macht aber nur glücklich, sagen australische Forscher, wenn sie zum Genuss gegessen wird und nicht als Antidepressivum. Nur dann werden positive Botenstoffe vom Gehirn ausgeschüttet. Um nicht nur einen Placebo-Antidepri-effekt zu haben, müsste man schon Tonnen von Schokolade essen (ich überleg gerade, ob ich's nicht mal drauf ankommen lasse).

Schokolade enthält übrigens ein Endorphin mit dem leicht auszusprechenden Namen Phenylethylalanin. Das ist das gleiche Endorphin, was der Verliebte produzieren.

Fazit des heutigen Tages: Esst mehr Schokolade!!!!

Freitag, 23. Mai 2014

Jahrestag Squash-i-lious ♥

Heute ist ein ganz besonderer Tag, denn Nicole und ich haben Squashjahrestag. Heute vor einem Jahr waren wir zum ersten Mal zusammen Squashen. Ich würde sagen, dass sich mein Squashspiel seit dem absolut nicht verbessert hat und ich auch beim heutigen Spiel eher abkacken werde, denn mein Körper fühlt sich müde an (gestern beim Training: Knie bandagiert, Nackenschmerzen und dreimal mit dem linken Fuss umgeknickt). Aber unsere Anti-Aggressionstherapie läuft weiterhin gut und es ist auch immer ein guter Zeitpunkt um die wichtigen Dinge des Lebens zu diskutieren. Wir denken manchmal, dass eine erfolgreiche RTL 2 Vorabendserie mit unserem bunten Potpourri an Themen herauskommen könnte.

Der Ball heisst bei uns weiterhin Hombre und ist uns treu. Wir haben schon lange keinen Ball mehr verloren und ich hoffe, dass es dabei bleibt. Hombre gibt es in verschiedenen Ausprägungen. Nicole und ich spielen mit der Anfängervariante. Das heisst, dass der Gummiball schneller heiss wird und auch besser springt. Ich spiel ab und zu mit dem Gedanken mal mit nem Flummi zu squashen, allerdings könnte das in Verletzungen enden. Es gibt sieben Kategorien  von Squashbällen. Wir planen jetzt auf die nächstschwierigere Stufe umzusteigen (man muss sich ja weiterentwickeln - wenn schon nicht technisch, dann zumindest bällisch).

Das Gummi des Balls muss heiss werden um ihn zum springen zu bringen. Ein kalter Squashball, der nicht unbedingt der komplette Anfängerball ist, bleibt nämlich einfach liegen und hüpft nicht (das war meine allererste, verstörende Erfahrung auf dem Squashplatz).

Wir werden heute also ganz besonders unser Bestes geben und danach irgendwo was leckeres essen gehen.

Donnerstag, 22. Mai 2014

Vogelgezwitscher

Vorgestern Nacht, als der Albtraum mich weckte, hörte ich gegen 4:30 Uhr die Vögel zwitschern. Ein super Geräusch. Es erinnert mich an meine Kindheit, an Sommer und an Sommerferien. Also an ziemlich viele gute Sachen.

Als ich so wach lag und den Vögeln beim Piepen zuhörte, frage ich mich: Warum machen die das überhaupt.Um 4:30 Uhr morgens ist bestimmt noch kein Silberstreif am Himmel (ich bin nicht aufgestanden um nachzusehen).

Es gibt mehrere Gründe für das frühmorgendliche und spätabendliche Gezwitscher: Zum einen lässt das Männchen die anderen Männchen wissen, dass es noch am Leben ist und sein Revier weiter ihm gehört (Wer hätte gedacht, dass Vögel so territorial sind?!). Außerdem haben sie in der Dämmerung Zeit dafür, denn nachts schlafen sie und tagsüber suchen sie nach Futter. In der Dämmerung sehen sie hingegen nicht genug um aktiv zu sein, sind aber auch noch nicht am Schlafen (Der Mensch guckt TV, der Vogel zwitschert). Die Revierverteidigung beginnt im Frühling kurz vor der Brutzeit und endet im Spätsommer/Herbst, wenn die Vögel ihr Revier aufgeben oder nicht mehr verteidigen müssen. Das Gezwitscher selbst variiert von Vogel zu Vogel und viele Männchen entwickeln ihre eigenen Strophen.

Im Winter singen Männchen um ein Weibchen anzulocken. Meistens findet die Paarbildung nämlich bereits im Winter statt.

Ich find's toll. Frühmorgens, wenn noch alles ruhig ist und nur die Vögel zwitschern und man weiss, dass es ein warmer, sonniger Tag wird. Der einzige Unterschied zu früher ist, dass ich damals wusste, dass der Tag aus Outdoor-Aktivitäten wie Schwimmen im Unterbacher See, Radfahren, Inlineskaten, Minigolfen, Karten spielen auf der Wiese und so weiter bestand und nicht aus Arbeit :-(

Mittwoch, 21. Mai 2014

Albträume

Gestern Nacht gegen 3 Uhr morgens wurde ich wach. Ein Albtraum riss mich aus dem Schlaf. Ich hatte geträumt, dass ich in einem Haus gefangen war, aber entkommen konnte, nur um festzustellen, dass der Typ, der mich gefangen hielt, mich nun umbringen wollte und mir zeigen wollte, dass er derjenige ist, der darüber entscheidet wann ich sterben würde. Während das jetzt nach der Kurzbeschreibung eines Thrillers klingt, bin ich wachgeworden nachdem ich im Traum einen Drink bezahlt hatte (CHF 12.30 plus CHF 1.50 Trinkgeld), aufstand und zum Täter sagte: "Sorg wenigstens dafür, dass man meine Leiche findet." Jaja, wtf bin ich präzise und makaber in meinen Träumen. Vielleicht wusste ich dann auch, dass es ein Traum war. Danach lag ich erstmal zwei Stunden wach und hörte den Fröschen beim Quarken und den Vögeln beim Zwitschern zu.

In Traumdeutung versuch ich mich jetzt nicht, aber zumindest in der Erklärung wo das Wort Albtraum herkommt. Früher dachten die Menschen, dass bei Albträumen eine Elfe (auch genannt Albe) auf der Brust des Träumers sitzt und deshalb Angst auslöst. Elfen galten bis zur Anfang der Romantik als bösartige Wesen. Rechtschreiberisch richtig ist übrigens sowohl Alptraum (alte Rechtschreibung) als auch Albtraum (neue Rechtschreibung).

Man kann übrigens chronische Albträume haben, sensible und kreative Menschen sind davon häufiger betroffen als andere. Stress kann Albträume begünstigen.