Montag, 18. November 2013

Urlaub... und dann das

Wer kennt es nicht, man hat mal ein paar Tage frei (und sei es nur ein langes Wochenende) und zack, man hat ne Erkältung oder Schlimmeres. Zu Unizeiten kam nach dem Klausurstress unter Garantie und mit Ansage eine Erkältung daher und man konnte die freie Zeit erstmal gar nicht richtig genießen. Bei acht bis zehn Wochen Sommerferien - je nach Klausurtermin  - ist das jetzt nicht supertragisch. Im Winter waren es aber nur ca. sechs mickrige Wochen und da hat's dann schon genervt (Hatten wir wirklich so viel frei? Marta? Anke? Kam mir nie so vor!).

Wie dem auch sei. Seitdem ich im Erwachsenenleben angekommen bin und auch jeden Morgen aufs Neue ins Hamsterrad steige und wenn schon nicht die Welt, dann zumindest unser Büro, zu einem besseren Ort machen, werde ich regelmäßig krank, sobald der Stress abfällt. Ja, was für Stress?, fragt sich jetzt der kundige Leser. Der Stress, den ich mir selbst mache, abseits von meiner fast grenzenlosen Arbeitsbelastbarkeit (just don't do it :-)).

Nun quält mich die Frage warum das so ist und warum es mir abends meistens schlechter geht als tagsüber. Ich kann dann nämlich nicht schlafen und das hilft auch nicht gerade im Genesungsprozess.

Wenn man sich diesen Artikel durchliest, dann merkt man schnell, dass es vor allem ein psychisches Phänomen ist (ach nee) und das es meist durch zu hohe Belastung und dauerhafte Erreichbarkeit ausgelöst wird. Ich bin definitiv immer erreichbar, denn mich nervt's, wenn jemand in meinen Scheiß reingrätscht und ich den Mist dann nach dem Urlaub richten muss. Außerdem stresst mich nichts mehr, als 200 ungelesene Mails am ersten Arbeitstag. Außerdem lassen sich Probleme viel relaxter am Strand von Miami Beach lösen, als im Büro. Erreichbarkeit nervt also nur bedingt. Ich glaube, dass es häufig eher die grundsätzlichen Anforderungen sind: Job, Sport, Freunde/ Familie, Haushalt, sonstige Hobbies - da bleibt einfach keine Zeit mal zu sagen: Ich mach heute mal nichts. Das ganze nennt sich übrigens Freizeitkrankheit oder Over-the-hill-Syndrom.

Abends (und wohl auch morgens) geht es einem übrigens immer schlechter, weil der Körper dann eigentlich im Ruhezustand ist und dann Zeit findet gegen die Erkältung anzukämpfen und das sorgt für erhöhte Temperatur und man fühlt sich schlecht. Ich schieß mich dann immer mit ner halben Dosis Wick MediNait aus dem Leben, denn da ist Alkohol drin und da ich nie trinke, hat das bei mir den ultimativen Knock out Effekt (bei einer vollen Dosis leider dann auch den ganzen nächsten Tag).

So und damit mir das nicht passiert, werd ich die Sonntage bis Weihnachten (mit zwei Ausnahmen) damit verbringen nur das zu machen worauf ich Bock hab.

Sonntag, 17. November 2013

Weekend Edition: Talent

Wie der aufmerksame Leser weiß, ist mein größtest Hobby das Tanzen. Nachdem ich als Grundschulkind grandios an Standard-& Lateinamerikanischen Tänzen gescheitert bin, habe ich mit 17 einen neuen Versuch im HipHop gestartet. Das war im tanzhaus nrw und hat auch echt Spaß gemacht. Allerdings hörte dann die Freundin, mit der ich da war, auf und alleine wollte ich nicht gehen. Dann kamen Studium und Job und es bleib keine Zeit. Anyways, auf jeden Fall bin ich jetzt wieder beim HipHop dabei und versuch auch immer mal wieder Neues. Heute war ich in einem Kurs, der ziemlich Houselastig war. Wer mich kennt weiß, House ist für mich Krach. Ich weiß nicht wie man sich dazu bewegen soll. Too many beats per minute. Also bin ich heute wieder einmal glorreich an meinen eigenen Ambitionen gescheitert (passiert häufiger). Auf dem Nachhauseweg war ich dann mega frustriert. Meine Gedanken gehen in solchen Situationen dann immer ungefähr so (am Beispiel von heute): So'n Scheiß, das war ne absolute Vollkatastrophe. Vielleicht sollte ich wieder mit dem Basketball anfangen, dass kann ich wenigstens. Wobei auch nicht wirklich, ich bin einfach zu klein und mein Ballgefühl und meine Schnelligkeit sind auch weg. Wieso ist jeder eigentlich mehr talentiert als ich? Wenn ich so drüber nachdenke, dann kann ich echt gar nichts wirklich gut." (Oh Mann, wenn ich das so schreibe, kommt der Frust direkt wieder...). So ungefähr geht das. Ich komm dann aber nach der Phase des Selbstmitleids und inneren Diskussionen immer zu dem Schluss, dass ich halt einfach gewisse Dinge akzeptieren muss und ich vielleicht einfach mal wieder Spaßtanzen sollte (ohne Choreo, ohne andere Leute und einfach bescheuert). Gesagt, getan und jetzt ist alles wieder gut.

Während meiner ca. 30 minütigen Krise dachte ich darüber nach was ich gut kann oder bei was Leute mir sagten, dass ich das gut kann. Oder anders ausgedrückt: Wie entsteht eine Begabung und wie erkenne ich sie?

In der Begabungsforschung geht man davon aus, dass Talente ein Mix aus genetischen Voraussetzungen und Förderung (Familie, Schule, Umfeld etc.) sind.  Unterschieden wird in die Kategorien kognitive Begabung, Bewegungskoordination, Musik/ Sprache/Unterhaltung und Organisationstalent. Für einige Bereiche wie Singen oder gewisse Sportarten sind anatomische Voraussetzungen für die Begabung notwendig. Nehmen wir meinen Lieblingssprinter (ich hab auch mal Leichtathletik bis zum Erbrechen gemacht) Usain Bolt. Ihm beim Sprinten zuzusehen macht mich ganz besonders happy, denn es sieht absolut kraftvoll, majestätisch und grazil aus. Ich mag es, wenn Menschen einen ästhetischen, kraftvollen Laufstil haben. Warum aber kann er so schnell rennen und andere einfach nicht. Die Erklärung ist einfach. Er macht aufgrund seiner enormen Größe (für einen Sprinter) weniger Schritte als die Konkurrenz, aber ist vom Bewegungsablauf genauso schnell wie die anderen. In dem Artikel oben wird gesagt, das er quasi ein Evolutionssprung ist. Gleiches gilt wohl für den Helden meiner frühen Teeniejahre Michael Jordan.

Bei Musik und Sprache geht man davon aus, dass Förderung, die von Geburt an stattfindet, eine Begabung kreieren kann. Wahrscheinlich ist da was dran, denn ich hab recht früh meine ersten englischen Wörter und Sätze gelernt und mein Englisch ist jetzt fast akzentfrei, wohingegen meine Französischlehrerin meinte, dass ich lieber nicht versuchen sollte Französisch zu sprechen...

Grundsätzlich gilt: das, was einem Spaß macht, fällt einem auch leicht. Irgendwann kommt ein gewisser Ehrgeiz dazu und man will sich weiterentwickeln. Deshalb kehre ich jetzt tänzerisch wieder in meine Comfort Zone zurück und arbeite weiter an meinen HipHop Fähigkeiten (da gibt's eh noch mehr als genug zu tun) und akzeptiere, dass ich in diesem Leben wohl kein Michael Jordan von irgendwas mehr werde, was auch voll okay ist ;-)


Freitag, 15. November 2013

Automaten

Ich bin großer Fan von Süßigkeitenautomaten. Zu Kindergartenzeiten bin ich mit meinem Vater sehr häufig schwimmen gewesen und anschließend gab es am Süßigkeitenautomaten eine Rolle Rolo als Belohnung. Ich war gar nicht so scharf auf die Schokolade, sondern mehr darauf Geld in das Ding rein zu schmeißen und dann ne Nummer zu drücken und zu sehen wie meine Wahl umgesetzt wird. Weiter ging es dann mit dem Kaugummiautomaten in der Nachbarschaft. Ich fand’s toll und noch heute bin ich großer Fan. In der Schweiz steht an so ziemlich jeder Haltestelle ein Automat von Selecta und tragischerweise ist das zunehmend eine Nahrungsquelle für mich (die, die mich kennen sind wahrscheinlich weniger überrascht). In den Schweizer Automaten gibt es sogar Schwangerschaftstest zu kaufen. Als ich das gesehen hab, war ich doch etwas sprachlos und irritiert, aber okay. Mich würde interessieren ob jemals jemand einen Schwangerschaftstest dort gekauft hat und heute seinem Kind die Story erzählt: „Da stand die Mama an der Bushaltestelle und hat noch schnell ne Cola, ein Kondom (man lernt aus seinen Fehlern) und nen Schwangerschaftstest gezogen. Stellt sich raus, das Kondom hätte ich lieber gegen nen Schokoriegel tauschen sollen.“

Da Sie, werter Leser, nun vielleicht Zweifel an dieser Aussage haben, anbei das Beweisfoto. Links der Schwangerschaftstest für 15 CHF und rechts die Kondome für 5 CHF. Die Cola ist nicht mehr im Bild, dafür aber der Hanf-Energy Drink und passend dazu Party-Sticks (no pun intended).


Nun aber zur heutigen Frage (nein, nicht wie häufig werden die Schwangerschafttests gezogen): Wer hat's erfunden?
Unglaublicherweise war's ein Grieche im 1. Jahrhundert und zwar konnte man an dem Automaten Weihwasser ziehen. Der Herr hieß Heron von Alexandria. 
Erneut aufgegriffen wurde die Idee von den Amerikanern (das hatte ich zuerst erwartet). Maßgeblich an der Verbreitung beteiligt war ein Kölner (Ludwig Stollwerk). Er vertickte damit Schokolade - erst in den USA und dann auch in Deutschland.
Und ich hab doch versucht heraus zu finden wie groß die Nachfrage nach Schwangerschafttests in den Selecta Automaten ist, aber konnte keine Antwort im Netz finden :-(

Donnerstag, 14. November 2013

Tattoo

Eine ganz liebe Freundin von mir hat sich diese Woche ein neues Tattoo stechen lassen. Für sie hat das Tattoo eine Bedeutung und es sieht ganz süß aus. Ich persönlich bin nicht tätowiert und schließe das auch für die Zukunft aus. Das hat mehrere Gründe: Zum einen denke ich, dass ich sowas von volatil bin wenn es um Dinge geht, die mir gefallen. Die Liste von Dingen und Ansichten, die sich im Laufe der Zeit geändert haben ist lang. Deshalb denke ich nicht, dass ich ein Tattoo für immer gut finden würde. Außerdem hätte ich nichts was wirklich eine Bedeutung für mich hat. Also zumindest nicht genug um mir das Tätowieren zu lassen. Dann müsste es eine Stelle sein, an der man es nicht direkt sieht und dann habe ich letztens noch Folgendes gelesen: „Warum ich nicht tätowiert bin? Auf einen Ferrari klebt man ja auch keine Sticker.“ Ganz genau. ;)
ABER: Letzten Sommer gab’s Kaugummis mit Abziehbildern bei uns in der Kantine. Nicole entwickelte eine Sucht und ich bekam die Bilder. Eins hat‘s sogar mal auf meinen Knöchel geschafft, denn es hatte was mit Cash zu tun und Cash hat was mit meinem Job zu tun.
Hier in der Schweiz sind Tattoos definitiv weiter verbreitet als in Deutschland (oder in Deutschland kenn ich überwiegend Spießer wie mich – BWLer halt). Woher aber kommt diese Kunst und warum ist es Trend?
Es scheint so, als hätte sich das Tätowieren in mehreren Kulturkreisen überall auf dem Erdball unabhängig voneinander entwickelt. Durch Mumienfunde wurde belegt, dass schon vor 7000 Jahren tätowiert wurde. In der Bibel steht, dass Tattoos und Piercings verboten sind, also sind es wohl eher vorchristliche, nicht-christliche und heidnische Völker, die das Tätowieren verbreitet haben.
Die Motivation warum man sich tätowieren lässt, ist unterschiedlich. Für einige hat’s eine Bedeutung. Andere wollen damit ihre Zugehörigkeit zu Gangs zum Ausdruck bringen, wieder andere finden es einfach schön oder waren im Knast (ja, Schwarz-Weiß-Denken all the way). Früher wurden in Europa Tattoos eher mit Knastis oder Matrosen in Verbindung gebracht - daher mein Schwarz-Weiß-Lösungsansatz. 

Anyways, es bleibt jedem selbst überlassen ob, wie, wo und was er sich tätowieren lässt. Einige Tattoos finde ich auch wirklich schön. Nur beim Arschgeweih hört der Spaß für mich persönlich irgendwie auf, aber das ist nur meine Meinung. J

Mittwoch, 13. November 2013

Nicole, Hombre & ich

Einmal die Woche gehen Nicole und ich zum Squash oder wie es in unserer Welt heißt: Aggressionsbewältigung für Finance Mitarbeiter. Angefangen haben wir Anfang des Jahres. Wenn wir ganz ehrlich sind haben wir beide keinen Plan von: erstens den Regeln, zweitens der Technik und drittens wie man Punkte zählt. Ich greife auf meine sechs Jahre Tenniserfahrung aus Kindertagen zurück und wahrscheinlich sieht es bei uns beiden nach Tennis aus. Ziel dieser 45 Minuten auf dem Platz ist es möglichst alle Frustration und Aggression auf den Ball – wir nennen ihn Hombre – zu projizieren. Hombre hat seinen Namen bekommen, weil Nicoles Squashbälle aus Spanien importiert sind. Und wir irgendwann in einer unserer Sessions meinten, das Hombre schon ganz heiß ist (Squashbälle werden durch Benutzung warm). Wir fanden es lustig.
Da wir keine Ahnung haben und beide zu faul zum googeln sind und es ohne Regeln eh mehr Spaß macht, haben wir unsere eigene kleine Anti-Aggressionswelt geschaffen. Der Schläger heißt seit gestern guitarra (Nicoles Schöpfung). Leider neige ich dazu, den Ball in die Netze an den Seiten zu spielen und so haben wir schon den einen oder anderen Hombre verloren. Die Region um die Netze/ Lampen und Lüftungsschächte ist dementsprechend die „Danger Zone“. Nicole wiederum hämmert so auf Hombre ein, dass er über das Plexiglas am Court Ende fliegt und im „Nirvana“ verschwindet. Das passiert zwischen zwei und vier Mal pro Session. Bisher wurde noch niemand verletzt.

Unser Spielablauf ist immer gleich. Anfangs spielen wir uns locker warm, dann kommt nach ca. 10 bis 15 Minuten die Phase in der wir in den „Concentration“-Modus wechseln oder wie er früher hieß (Okay, ab jetzt den Ball max. einmal auftitschen lassen und jedem Ball hinterher rennen). Immer wenn eine von uns beiden Concentration sagt, spielen wir unter Garantie die nächsten paar Ballwechsel totalen Scheiß zusammen, haben aber jede Menge Spaß dabei. Nebenbei Quatschen wir natürlich über alles Mögliche und ab und an lästern wir über die Leute, die da sonst noch so Squash spielen (wir können es vielleicht nicht besser, aber bei uns sieht’s nach mehr Spaß aus).
Selbstverständlich kommt es vor, dass wir uns selbst schlagen. Bisher haben wir uns noch nicht gegenseitig den Schläger an den Kopf geschlagen, aber ich hatte schon blaue Flecken an Armen und Beinen.
Irgendwann werden wir vielleicht mal einen Kurs machen und unsere Tennistechnik auf Squash umstellen und dann vielleicht auch die Squashregeln lernen. Nicole, ich hab kurz reingeguckt: Ich muss mich echt auf den Boden werfen um dir den Weg frei zu machen. Nächste Woche dann…

Squash ist übrigens eine britische Erfindung (Mitte des 19. Jahrhunderts) und fand erst in den Staaten des Commonwealth Verbreitung. In Deutschland gab es die erste Squashanlage in den 1930ern. Richtig beliebt wurde der Sport erst in den 80ern. Die Zahlen der aktiven Spieler sind seit ca. 2005 rückläufig.


J

Dienstag, 12. November 2013

California Love

In letzter Zeit werde ich häufiger an meine einmalig geniale Zeit in Los Angeles vor vier Jahren (viel zu lange her) erinnert. Damals durfte ich im Rahmen eines Traineeprogramms für drei Monate (Mai, Juni, Juli) nach Los Angeles. Klar mussten wir arbeiten, aber wir waren zu fünft aus dem Traineeprogramm in einem Haus (und Marlon, the Mormon) und somit gab es extrem viele Aktivitäten nach der Arbeit (Arbeitszeit war von 7:30 a.m. bis 4 p.m.). Und da die Zeit so super war und wir so viel gemacht haben, kommt jetzt meine Sicht der Dinge auf Hot Spots in Los Angeles.
Wir waren zwei Mädels und wir haben die kalifornische Wirtschaft sowas von unterstützt mit unseren Shoppingtrips. Am Ende der Zeit hatte ich tatsächlich ausgeshoppt (d.h. ich war fertig. Ich hatte alles - teilweise mehrfach und ich war wirklich fertig - physisch fertig. Das war nach 9.5 Wochen und ich hab danach auch nichts mehr gekauft). An einem Abend sind wir extra nach Glendale gefahren, weil im Grove, unserer Home Mall, Lauren Conrad (kein Link, die muss man nicht kennen) eine Signierstunde für ihr erstes Buch gegeben hat. Außerdem ist neben dem Grove der Farmer's Market. Dort waren wir häufig essen und man kann recht günstig frische Lebensmittel kaufen. Gegenüber vom Farmer's Market war übrigens East West Hands (unser Ort für Maniküre, Pediküre etc.), aber die scheinen zugemacht zu haben. Shoppen kann man natürlich auch auf der Melrose oder im Beverly Center oder - wer richtig Kohle hat - Rodeo Drive. Wir waren meistens im Grove, denn da gab es alles was wir brauchten.

Kulinarisch bin ich in den USA auch voll zu Hause. Mein allerliebstes Lieblingsrestaurant ist die Cheesecake Factory. Während ich die Cheesecakes nicht so geil finde, bin ich megascharf auf die White Pizza. Wenn ich dran denke, werd ich ganz melancholisch und bekomm Hunger. Die White Pizza ist super gut. Aber auch die Burger sind echt zu empfehlen. Eigentlich gibt es nichts schlechtes in der Cheesecake Factory. Zu finden im Grove und auch auf dem Rodeo Drive. Ansonsten waren Sonntagabende immer In-n-Out Abende. Mormonischen Ursprungs gibt es dort die allerbesten Burger und unter dem Becher immer noch einen Bibelverweis gratis dazu. Unser Stammlokal war auf dem Sunset in der Nähe von Highland/LaBrea. Dann gibt's noch Bubba Gump. Ja, genau, Bubba Gump Shrimps von Forrest Gump. Das Restaurant gibt's in Universal City und ich kann den Pear & Berry Salad empfehlen. Zum Nachtisch gab es dann ab und an noch Sprinkles Cupcakes in Beverly Hills. So lecker, aber so mächtig, dass man danach nen Tag satt war. Hot Dog Highlight ist Pink's. Nicht mein Fall, aber die Schlange, die sich immer Mittags dort bildet, scheint die Qualität zu bestätigen.

So, nach dem Essen geht's selbstverständlich an den Strand. Alleine war ich überwiegend in Santa Monica unterwegs, wenn alle dabei waren ging's meistens nach Venice. Selbstverständlich kenn ich auch einige Surf HotSpots, auch wenn ich aus Angst vor Haien nie auf dem Board stand (irgendwann mal mach ich's). Meine Mitbewohnerin surfte dafür umso mehr und so kam es, dass ich in San Onofre die einzige Person war, die tatsächlich am Strand lag. In Huntington Beach war das zum Glück anders. Dort gibt's sehr viele Sachen zum Thema Surfen und außerdem ist es ein echt süßer kleiner Ort. In Malibu waren wir seltener, aber da haben wir Delfine am Strand gesehen.

Sportlich bietet LA natürlich auch jede Menge tolle Sachen. Während wir es damals nicht zu einem NBA Spiel geschafft haben (die Lakers waren mir, trotz Phil Jackson, eh zu arrogant - Go Heat), waren wir zwei Mal bei einem Dodgers Spiel. Besonders Freude hatten wir am Seventh-inning Stretch und den Nachos. Eishockey gibt's auch noch in LA, American Football leider nicht und zum Soccer haben wir's nicht geschafft (next time, Becks).

Clubs und Bars gibt es so viele in Los Angeles, das ich jetzt nur auf ein Highlight hinweise und zwar das Moonshadows Malibu. Das Restaurant, bzw. die Bar, liegt direkt am Meer und ragt ein Stückchen in Meer hinaus. Wir haben dort nie gegessen, aber ab und zu die Aussicht aufs Meer genossen. Besonders bei Vollmond ein unglaublich schöner Ort. Auch gut war die Main Street in Santa Monica.

Kuturell ist in LA total viel los. Wir waren auf mehreren Premieren von Surffilmen (unter anderem mit Kelly Slater) und wir waren bei der Billabong Fashion Show. Ganz besonders toll war aber der Hollywood Bowl. Wir waren dort bei einem klassischen Konzert mit Feuerwerk. Es war einfach supergenial.

Ansonsten kann man sich die ganzen Touri-Highlights ansehen. Das haben wir natürlich auch gemacht inkl. Tagestrips nach Santa Barbara und San Diego. Und ein Wochenende haben wir selbstverständlich standesgemäß in Las Vegas verbracht (hin fliegen, nicht fahren!!!)

Also kurz gesagt: Fahrt nach LA. Ich muss auch irgendwann mal wieder hin. :)
http://www.youtube.com/watch?v=FWOsbGP5Ox4

Montag, 11. November 2013

Tomatensaft im Flugzeug

Gestern flog ich von Düsseldorf zurück nach Zürich. Durch Zufall traf ich eine gute Freundin und Arbeitskollegin (Lieben Gruß, Annika) am Gate in Düsseldorf, die auch wieder zurück flog. Wir freuten uns über die willkommene Unterhaltung und saßen im Flugzeug erst hintereinander und dann, Dank einer netten Dame, nebeneinander. Während wir den Flug so verquatschten und uns gegenseitig über den neusten Gossip auf der Arbeit (mein Input) und den Urlaub im Mittelamerika (ihr Input) updateten, kamen die Stewardessen dann auch bei uns mit den Getränken an. Und während ich standardmäßig mein stilles Wasser bestellte, bestellte meine Sitznachbarin einen Tomatensaft. Tomatensaft ist für mich das ultimative Klischee. Ich fliege circa einmal im Monat, manchmal häufiger, und überall gibt es dieses Phänomen. Ich kann nicht verstehen, warum Menschen Tomatensaft bestellen, wenn sie im Flugzeug sitzen, das Zeug aber nie auf dem Boden trinken. Auch wir diskutierten dieses Thema und fanden, dass es einen Blog-Post wert wäre.

Warum also wird im Flugzeug so viel Tomatensaft getrunken? Die Antwort ist ganz einfach und (das sage ich jetzt mal mit vollem Stolz) mir schon bekannt gewesen: Tomatensaft schmeckt bei tiefem Luftdruck einfach fruchtiger und nicht so muffig wie auf dem Boden bei normalem Luftdruck. Auch der Geschmack anderer Lebensmittel ändert sich. Generell nimmt man Kräuter und Gewürze nicht so stark wahr, Saures schmeckt saurer und Kaffee bitterer.
Es liegt also nicht an einem bescheuertem Trend, dem alle wie die Lemminge folgen, sondern Tomatensaft ist tatsächlich leckerer in der Luft.
Ich werde beim Fliegen trotzdem beim Wasser bleiben. Ich bin einfach nicht gerne Mainstream ;-)