In der Lernphase habe ich im Sommer in den Lernpausen immer Tour de France geguckt, weil man da so super bei Schlafen kann. Im Winter hab ich eher mit anderen zusammen gelernt. Sport war immer wichtig, aber im Endeffekt hab ich immer ein Buch dabei gehabt und konnte selten zu 100% abschalten. Das hat sich jetzt wiederholt.
Am Abend vor der Klausur wurde noch ein letztes Mal durch die Unterlagen geguckt, gebetet :-) und dann ins Bett gegangen (das läuft heute auch so). Morgen früh werd ich extrem nervös zur Uni fahren nachdem ich gut gefrühstückt habe und mir immer wieder selbst sagen, dass ich das voll im Griff hab. Irgendein Gute-Laune-Lied auf dem iPod (früher Autoradio) auf repeat wird auf dem Weg zur Uni laufen und ich werden meinen Lucky Sweater tragen (wie damals). Der Stress baut sich ab, wenn ich die ersten Antworten weiß. Ich bin bisher noch nie durch eine Klausur gefallen, ich hab leise Befürchtungen, dass es morgen soweit sein kann.
Was ich mich aber im Zusammenhang mit diesem ganzen Stress gefragt habe ist: Warum haben Menschen vor anstrengenden Situationen Rituale?
http://www.aponet.de/aktuelles/forschung/rituale-foerdern-konzentration.html
Rituale senken Stress, weil sie dem Gestressten das Gefühl geben, die Situation durch bereits Bekanntes, Gewohntes besser unter Kontrolle zu haben. Sie erhöhen zudem die Konzentration, da der Körper weiß, dass eine Phase der Anstrengung bevorsteht und er sich so drauf vorbereiten kann.
Die Sache mit dem lucky sweater ist kein Ritual, sondern purer Aberglaube. Im Grundstudium war ich nicht soooo gut (2.7) und die erste Hauptstudiumsklausur lief auch nur so lala (3.0), danach trug ich das Sweatshirt und die Noten wurden besser und selbst schwierige Klausuren liefen sehr gut.
Ich hoffe also auch morgen wieder darauf, dass mein Kopf funktioniert, die richtigen Fragen kommen und das Sweatshirt seine Magie nicht verloren hat.
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